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Druckentlastungsklappe

Druckentlastungsklappen von Krantz übernehmen in den unterschiedlichsten Anwendungen innerhalb von raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) die Funktion der Druckbegrenzung bzw. der Druckregelung. Zu den typischen Anwendungen zählen der Schutz von Kanalsystemen vor einer unzulässig hohen Über- oder Unterdruckbelastung, die Überdruckbelüftung von Treppenhäusern oder die Einstellung einer definierten Druckabstufung zwischen benachbarten Räumen.

 

Informationen:

Folgende Druckentlastungsklappen stehen zur Auswahl:

-Druckentlastungsklappe für hohe Öffnungsdrücke, mit Regelfunktion, Typ KL-E

-Druckentlastungsklappe für hohe Öffnungsdrücke, mit Schaltfunktion, Typ KL-EM

-Druckentlastungsklappe für niedrige Öffnungsdrücke bei großem Volumenstrom, Typ KL-ETE

-Druckentlastungsklappe für niedrige Öffnungsdrücke bei kleinem Volumenstrom, Typ KL-ETM

| Merkmale

Druckentlastungsklappe, Typ KL-E mit Regelfunktion

Bei der Druckentlastungsklappe Typ KL-E handelt es sich um eine Ausführungsvarianten mit Regelfunktion, welche bei der Überschreitung des Öffnungsdruckes den Kanaldruck unabhängig vom abströmenden Volumenstrom annähernd konstant hält. Fällt der Kanaldruck nach Behebung der Störung in seinen Normalbereich zurück, so schließt die Klappe selbsttätig.

Druckentlastungsklappe, Typ KL-EM mit Schaltfunktion

Die Druckentlastungsklappe Typ KL-EM besitzt eine Schaltfunktion. Unabhängig vom abströmenden Volumenstrom öffnet das Klappenblatt bei Überschreiten des Öffnungsdruckes vollständig. Fällt der Kanaldruck nach Behebung der Störung unter den Öffnungsdruck ab, so bleibt die Klappe in der Regel geöffnet. Die Klappe Typ KL-EM muss in dieser Betriebssituation von Hand geschlossen werden, sie schließt selbsttätig bei Strömungsunterbrechung, z. B. durch Abschaltung des Ventilators. Gegenüber der Druckentlastungsklappe Typ KL-E können trotz geringerer äußerer Abmessungen größere Volumenströme abgeführt werden.

Druckentlastungsklappe, Typ KL-ETE (bei großem Volumenstrom) und KL-ETM (bei kleinem Volumenstrom)

In Laboratorien, Reinräumen und vielen weiteren Anwendungen besteht häufig die Forderung, ein definiertes Druckgefälle im Bereich von 20–120 Pa zwischen zwei benachbarten Räumen einzustellen. Dies sichert eine gerichtete Luftströmung in den Leckageöffnungen zwischen den Räumen und verhindert somit einen unerwünschten Schadstofftransport in den zu schützenden Raum. Die Druckentlastungsklappen, Typ KL-ETE und Typ KL-ETM sind in diesem Anwendungsfall sowohl als Regelorgan zur Einstellung eines definierten Druckgefälles zwischen zwei Räumen als auch als Sicherheitsarmatur zur Begrenzung eines max. zulässigen Druckwertes einsetzbar. Die beiden Klappentypen werden in Abhängigkeit vom verfügbaren Bauraum und dem Entlastungsvolumenstrom ausgewählt.